Montag, 31. März 2014

[Challenge] BuchVerfilmungs-Challenge Nr.7

So ich muss mal wieder den Anschluss hier finden. Leider geht die Challenge ja nur noch bis Juni:( Ich hab auch noch tolle Buch-Film Paare auf meinem Zettel zu stehen und ein Film ist auch schnell geguckt, aber mit dem Lesen dauert es zurzeit irgendwie. Ein bisschen mehr Zeit habe ich mir auch für "Die Frau des Zeitreisenden" genommen und es hat sich ausgezahlt.

   Inhalt:
Claire ist sechs Jahre alt und spielt auf der Wiese hinter dem Haus als plötzlich ein Mann auftaucht. Er heißt Henry und stellt sich Claire als Zeitreisender vor. Sie glaubt ihm nicht - bis er vor ihren Augen verschwindet. Ab diesem Zeitpunkt kreuzen sich Claires und Henrys Weg immer wieder. Und schon als Kind begreift Claire, dass das Zeitreisen nicht nur schöne Aspekte mit sich bringt.

   Vergleich:
In „Die Frau des Zeitreisenden“ erzählt Audrey Niffenegger die Geschichten von Henry, Claire und deren unglaubliche Liebes- und Lebensgeschichte. Die kurze Inhaltsangabe steht im starken Kontrast zum 500seitigen Buch. Doch die Handlung ist wirklich sehr komplex und alles was über diese kurze Beschreibung hinaus gehen würde, wäre zu ausladend und schwer zu erklären.

Da wir Henry und Claire ein Leben lang begleiten, bietet uns die Autorin alle möglichen Themen, die das Leben mit sich bringt: Lebensfreude, Liebe, alltägliche Probleme bis hin zu Verlust. Die Geschichte ist sehr umfangreich und vor allem die Zeitsprünge sind doch teilweise sehr verwirrend. Doch mit der Zeit setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen und man kann diese spezielle Erzählform richtig genießen.
Dagegen wirkt der Film wie ein Schnelldurchlauf bei dem vielleicht die Hälfte des Stoffes vom Buch im Film umgesetzt wurde. Dadurch finde ich, ist die tiefe Verbundenheit zwischen Henry und Claire deutlich schwerer nachvollziehbar. Im Buch lernt man alles schlichtweg intensiver kennen. Dennoch sind kleine Details enthalten, die ich sehr schön fand. Ich vermute allerdings, dass man manche gar nicht verstehen kann, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Das macht den Film nicht schlechter, ist  indessen für Leser jedoch ein kleiner Bonus.

Das Buch hat gegenüber dem Film aber noch einen weiteren Pluspunkt: Audrey Niffenegger als Autorin. Da ich ansonsten sehr viele Jugendbücher lese, empfinde ich ihren Schreibstil als willkommene Abwechslung. Anhand ihrer Begrifflichkeiten und Formulierugen merkt man, dass sie eine gebildete Person ist. Wenn man von diesen speziellen Begriffen noch nie gehört hat, kann man sie auch geflissnetlich überlesen und hat keinen Nachteil. Und wenn man sie kennt, freut man sich, dass man sie (beispielsweise in der Uni) doch nicht umsonst gelernt hat;)

   Fazit:
Wer eine Liebesgeschichte anderer Art lesen möchte, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen! Die Grundstimmung im Film ist wie im Buch sehr berührend, doch irgendwie fehlte mir beim Film das gewisse Extra. Der Film ist sehenswert, aber eben kein muss. Das Buch schon!;) Da es aber auch um die 500 Seiten hat, sollte man auch wirklich Lust auf die Geschichte haben.


Infos
Zum Buch:

„Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger
Taschenbuch
Fischer Taschenbuch Verlag
Seiten: 540
Preis: 9,95€

Zum Film:
„Die Frau des Zeitreisenden“
Erscheinungsjahr, -ort: 2009, USA
FSK: ab 12
Genre: Drama, Romanze
Länge: 108 Minuten
Regie: Robert Schwentke
Hauptdarsteller: Rachel McAdams, Eric Bana, Ron Livingston, Jane McLean, Michelle Nolden, Arliss Howard, Stephen Tobolowsky.


Kommentare:

  1. Bis jetzt kenne ich nur den Film, aber das wird sich sicher bald ändern :) Toller Beitrag!

    LG, Nicole

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    1. Das war perfektes Timing, ich war nämlich gar nicht zufrieden mit dem Beitrag;) Ich hatte auch noch was vergessen zu erwähnen...vielleicht lag es daran. Aber schön, dass er dir trotzdem gefallen hat!:)
      Na ich hoffe das Buch hat dir dann trotzdem noch genug zu bieten!;)

      Liebe Grüße,
      Eli

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  2. Huhu,

    ich habe das Buch auch erst letzte Woche gelesen und fand es total toll. So normale Liebesgeschichten sind ja meist nix für mich, aber mit so einem kleinen paranormalen Touch finde ich sie toll. Habe letzten Monat mehrere dieser Bücher gelesen und sie waren alle in meinen Top 3 von März. Das Rezept funktioniert bei mir anscheinend prima :)
    Den Film kenne ich noch nicht, möchte ihn aber demnächst unbedingt schauen, auch wenn ein Film fast nie an das Buch herankommt. Einfach um den Vergleich zu haben.

    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Ja genau...allein aus Neugier will ich die Verfilmungen auch meistens sehen. Aber stimmt schon - meistens ist das Buch ganz klar die Nummer 1. Die eigene Phantasie und die Menge an Informationen durch ein Buch kann man eben so gut wie gar nicht toppen;) Dann hoffe ich mal, dass du auch beim Film Freude an der Geschichte hast!

      Liebe Grüße,
      Eli

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